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Das unabhängige Forum zum Austausch von Erfahrungen mit Medikamenten

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Nebenwirkungen

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Seite 1 von 4

07.12.2015
Frau, 18
Allgemeine Zufriedenheit 1

Lyrica (Pregabalin)
Morbus Fabry

Zufriedenheit über
2
1
2
4
Hallo. Ich schreibe sonst so gut wie nie irgendwelche Beiträge irgendwo, aber das hier musste ich einfach machen. Ich bin gerade 18 Jahre alt geworden, als ich Lyrica verschrieben bekommen habe. Ich habe Morbus Fabry, eine Stoffwechselkrankheit, die chronische neuropathische Schmerzen (Brennen und Stechen in Füssen und Händen) verursacht. Ich habe so viel probiert und ni... Lesen Sie mehrchts hat geholfen. Ich fehle fast wochenweise in der Schule wegen der Schmerzen. Auf jeden fall habe ich dann einen neuen Arzt bekommen, extra vom Schmerzambulatorium. Ich habe x Formulare ausgefüllt, über die Schmerzen, über mein Verhalten, über meine Psyche. Der Arzt hat mich gefragt, was ich möchte. "Keinen Hammer", habe ich gesagt und damit gemeint, dass ich nicht eines dieser brutalen, starken Medikamente mit vielen Nebenwirkungen möchte. Er, ein Treffen darauf: "Kein Problem, hier haben Sie Lyrica. Kaum nachgewiesene Nebenwirkungen. Perfekt für neuropathische Schmerzen usw...." Es hörte sich alles einfach super an; andere Patienten, die gar keine Schmerzen mehr hätten usw. Also war ich bereit, es auszuprobieren. Und ehrlich gesagt hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an das Zeug, wo es doch so ein Wundermittel zu sein schien bei den anderen. Und Anfangs war es auch ganz gut. Mein Arzt sagte mir, ich könne bis zu 600 mg täglich hoch, bis es wirke. Und ich solle mindestens 300 mg täglich nehmen. Hinzugefügt sei, dass ich sehr leicht bin. Gott sei dank bin ich auf den 300 geblieben. Aber dazu später mehr. Anfangs also hatte ich 2 ziemlich gute Monate, gleich häufig Schmerzen wie früher, aber weniger stark. Viel weniger. Ich war zufrieden. Wenn das so bleibt, bleibe ich auf dem Zeug -, dachte ich. Ja, ich hatte manchmal Schwindel, ja, mein Gesicht kribbelte hin und wieder seltsam, ja, ich war müde und weniger klar im Kopf und ja, ich fühle mich allgemein nicht ganz wie mich selbst, aber hey - die Schmerzen waren besser und das war es mir alles wert. Und dann im September hat Lyrica komplett seine Wirkung verloren. Erst dachte ich, das sei eine meiner schlechten Fasen und es würde schon wieder besser. Also bin ich darauf geblieben. Dann habe ich bemerkt, dass ich manchmal einen Satz nicht so richtig zu Ende sprechen konnte. Die Sätze zerfielen mir manchmal einfach, zerfledderten irgendwie am Ende. (Ich hab damals noch nicht kapiert, dass das vom Lyrica kam, dachte einfach: Ok. Das ist jetzt seltsam. Erst später beim googeln gesehen, dass das auch eine Nebenwirkung ist...) Und dann waren meine Augen oft so müde, dass mir der Blick unabsichtlich verschwamm (ich schob es auf die damalige Schulsituation, den Schlafmangel und den Stress.) Und dann im Oktober habe ich sie gesehen. Meine Kopfhaut. Ich habe eines Tages in den Spiegel geschaut und konnte ein gutes Stück durch meine Haare auf meine Kopfhaut sehen. Ich hatte keine kahlen Stellen oder so was, die Haare wurden einfach so viel weniger (dafür mehr in der Bürste und im Abflusssieb), dass man am Ansatz in einem schönen Kreis um mein Gesicht herum auf meinen Kopf sehen konnte. Die Haare die noch da waren, waren dünn, fein und leblos. Ich erschrak extrem, ich glaube, es ist mir erst so spät aufgefallen, weil ich IMMER sehr volles und gesundes Haar hatte, ich war zuvor schon dünner, ich war gestresster, ich durchlief alle möglichen hormonellen Fasen; ich hatte dennoch immer, immer, immer meine dicken, vollen Haare. Darauf konnte ich vertrauen. Und ich meine, ich bin 18. Haarausfall mit 18. Ich bin dann sofort zu meiner Mutter. Hab ihr das gesagt. Und sie ist jemand, der immer alles herunterschaukelt. "Nein, das ist nicht so schlimm." Oder: "Nein, das bildest du dir nur ein", aber nicht dieses Mal. Sie schaute ängstlich, dann sagte sie: "Ja, ich habe es mir auch schon gedacht. Ich sehe es. Auch deine Brauen und Wimpern." Ich hab dann sofort meinen Arzt angerufen, der war leider nicht erreichbar, dann habe ich ihm eine Mail geschrieben, in dem ich meine Nebenwirkungen schilderte. Und ich wusste, dass das Lyrica Haarausfall nicht als Nebenwirkung aufgezeichnet hat. Dennoch, es konnte einfach kein Zufall sein. Die Mail, die von meinem Arzt zurück kam, war gelinde gesagt ernüchternd. Er sagte, die Kopfschmerzen könnten unmöglich vom Lyrica sein, höchstens Anfangs. (Ich hatte aber immer noch Kopfschmerzen und vor Lyrica nie Probleme damit). Und er sagte, der Haarausfall sei nicht belegt und könne daher nicht vom Lyrica stammen. Und dann fand er noch, dass es nicht mehr wirke, sei schon doof, da müsse man halt die Dosis erhöhen. Ich habe dann auch mit ihm telefoniert und ihn gefragt, wie das denn sei, ob nicht meine Toleranz auch wieder steige, wenn ich die Dosis erhöhe, also ob es dann nicht wieder kurz wirken und dann wieder aufhören würde. "Nein", fand er. Ok. Also, dachte ich, jetzt muss ich googeln. Und gegoogelt habe ich. Und herausgefunden, dass in verschiedenen Foren sehr wohl auch andere Leute über ausgedünntes Haar/Haarausfall bei Lyrica berichtet haben und auch sonst über alle möglichen hässlichen "nicht belegten" Nebenwirkungen. Alles nur Einbildung? Ich glaube nicht. Darüber hinaus habe ich herausgefunden, dass es erst seit 2004 in Europa zugelassen ist und 2009 auf dem 12. Platz der umsatzstärksten verschreibungspflichtigen Medikamente Deutschlands war. Und das Detail, dass man eigentlich gar nicht weiss, wie der Inhaltsstoff von Lyrica, 'Pregabalin' genau wirkt. Aber, dass er was am Gehirn macht. Oh mein Gott. Ich glaube nicht, dass ich dazu noch was sagen muss. Ich will nur mein Entsetzen darüber äussern, dass den schmerzbelasteten Massen einfach etwas hingeworfen wird, was die Schmerzen besser macht. Irgendwie. Wie auch immer. (Hauptsache es verkauft sich gut, ne) Und dass es für meine Krankheitssymptomatik, so wie für meine Psyche kein sehr passendes Medikament ist. Nur für die Schmerzen. Aber muss man einen Menschen nicht als ganzes anschauen, um ihn behandeln zu können? Naja, wie auch immer. Ich hab dann Anfangs November angefangen, auszuschleichen und bin immer noch dran. Ich war vorbereitet dieses Mal, weil ich gegoogelt hab, aber ich muss sagen, es ist verdammt beschissen. Andere haben die Entzugssymptome mit einem Opi-Entzug verglichen, was ich noch nie gemacht habe, aber hui das muss unangenehm sein. Und ich schleiche es sehr langsam aus, immer in 25 mg Schritten über 2-3 Wochen hinweg. Anfangs war ich depressiv wie lange nicht mehr. Ich hatte nie eine extrem stabile Psyche aber so schlimm war es lang nicht mehr bis nie. Schlimme, schlimme Gedanken. Dann Wut. Mann, hab ich mich mit meiner Mutter gestritten (wir haben eigentlich ein super Verhältnis) und danach immer Heulkrämpfe. Und einfach total instabil. Alles hat mich ängstlich gemacht und alles hat mich aus der Fassung gebracht. Sofort. Ach ja und geschwitzt wie blöd bei der kleinsten Anstrengung, fast immer schwitzige Hände. Und konnte nicht mehr einschlafen ewig. Und immer diese Stressträume. Wenn ich gewusst hätte, dass das der lustige Teil davon war... Danach, in der 3ten Woche auf der selben Dosis, kam plötzlich diese Attacke. Fing an mit Temperaturschwankungen, dann starke Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweissbad. Heiss-kalt-heiss-kalt und dieses Kribbeln, stärker als je zuvor in der Brust und im Gesicht. Hat sich angefühlt als würde ich gleich abkratzen. Hat sich dann zum Glück wieder gelegt, hatte aber weiterhin Schwindel (von der fast-umkipp-sorte) und Gesichtskribbeln und Hitze-Kälte Wechsel. Dazu sind auch noch meine 'normalen' Schmerzen ziemlich heftig eingefahren. Es ist alles sehr seltsam. Ja, das war gestern und jetzt bin ich noch immer auf 200 mg pro Tag und wünsche mir so sehr, das Zeug nie angefasst zu haben. Denn jetzt geht es mir viel schlechter, als vor diesem kleinen Versuch und Geld hab ich dafür auch noch ausgegeben. Naja. Seit ich nicht mehr auf den 300 mg bin sind aber immerhin die Kopfschmerzen und die Seh- und Sprachstörungen verschwunden. Und ich habe auch wieder diese kleinen Härchen am Haaransatz, die alle ganz ausgefallen waren. Es kommt alles langsam wieder. Aber ich hätte es mir gerne auch sparen können. Puh, jetzt bin ich endlich am Ende angekommen. Danke, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, sich das alles durchzulesen. Ich wollte einfach eine weitere Warnung ins Netz stellen, denn wenn ich all diese Sachen gewusst hätte, hätte ich mich viel besser darauf geachtet, die Nebenwirkungen zu beobachten (falls ich es überhaupt ausprobiert hätte). Und wenn ich damit auch nur eine Person davor schützen kann, den gleichen Entzug durchzumachen wie ich, bin ich glücklich. Lyrica soll aber tatsächlich einigen Leuten auch sehr helfen. Deshalb: lasst euch zuerst richtig gut informieren, bohrt nach, auch wenn der Arzt sagt, das sei kein 'schlimmes' Medikament usw. Und schaut, ob das Medikament zu euch passt. Und nicht nur zu DIESEM speziellen Symptom, das DIESER spezielle Arzt dafür ausgesucht hat.
20.03.2017
Frau, 20
Allgemeine Zufriedenheit 1

Lyrica (Pregabalin)
Angst / Panik

Zufriedenheit über
1
1
1
5
Ich bekam Lyrica vom Psychiater verschrieben, nahm es auch so wie er es mir sagte, angeblich sollte die Angst mit diesen Medikament gar nicht mehr kommen, Fehlanzeige! Es hat mir absolut Null geholfen, meine Zeit verschwendet & mir sehr starke unangenehme Nebenwirkungen beschwert. Wenn ich die genommen habe, war ich flach gelegen. Nichts für mich & nie wieder dieses abhäng... Lesen Sie mehrig machenende Medikament! Selbst meine Ärztin sagte, das man bei diesem Medikament bei kleineren Mengen schon flach liegen kann. Nein danke!
21.09.2016
Mann, 26
Allgemeine Zufriedenheit 4

Lyrica (Pregabalin)
Angst / Panik

Zufriedenheit über
4
5
5
4
Ich habe das Medikament, im Krankenhaus von einem Spezialisten verordnet bekommen, gegen meine heftigen Angst- und Panikattacken, es wurde langsam, auf eine Dosis von 600 mg eingeschlichen, nach meiner Entlassung kam ich eine lange Zeit mit 400 mg, "sehr gut" zurecht. Drei Jahre später, in der selben Klinik, wird das Medikament jetzt langsam ausgeschlichen, weil es "angebl... Lesen Sie mehrich" süchtig machen soll. Meine Erfahrung, letztendlich bleiben, bei einem sehr positiven Eindruck.
06.04.2015
Frau, 26
Allgemeine Zufriedenheit 3

Lyrica (Pregabalin)
Angst / Panik

Zufriedenheit über
1
2
3
4
Bin seit 1,5 Jahren in Behandlung. Habe davor schon einige Medikamente therapiebegleitend genommen, cytalopram nun am längsten. Erst kürzlich wurde das pregabalin dazu verschrieben. Habe angstzustände, Kopfschmerzen, taube Körperteile, Depressionen, ADS. Nehme die Dosis seit 1,5 Wochen, zuvor 1 Woche 75, dann 2,5 Wochen 150. starker Schwindel am Morgen, wird aber dur... Lesen Sie mehrch das cytalopram besser. Sonst noch sehr müde, hab arge Probleme aufzustehen, bzw. nach dem Wecker wach zu bleiben. Libido war nie ausgeprägt, durch cytalopram sowieso noch mehr unterdrückt. Gewicht habe ich zugenommen, aber noch nicht durch prega. Gedanken fangen seit ein paar Tagen an zu wandern, mehr als davor. Schlaf ist unruhiger, bewege mich sehr viel.
28.07.2017
Frau, 28
Allgemeine Zufriedenheit 4

Lyrica (Pregabalin)
Angst / Panik

Zufriedenheit über
4
5
5
2
Ich hatte erst Escitalopram genommen, danach hatte ich ne Woche lang starke Panikattacken und es war furchtbar! Dann habe ich Pregabalin (Lyrika) bekommen. Es nervt zwar (besonders beim Reisen) weil ich sie morgens und abends nehmen muss aber ich hatte vorher alle 2 Wochen 3 Tage lang Panik und jetzt nur noch etwa einmal im Monat ein bisschen Angst. Ich bin einfach so froh... Lesen Sie mehr mein Leben wieder zu haben!
24.04.2017
Frau, 30
Allgemeine Zufriedenheit 4

Lyrica (Pregabalin)
Epilepsie

Zufriedenheit über
4
3
3
4
Lyrica beruhigt wirkt auch angstlösend. Hat meine psychischen Auren damals VOR rivotril abgeschwächt.
29.10.2016
Mann, 31
Allgemeine Zufriedenheit 4

Lyrica (Pregabalin)
Angst / Panik

Zufriedenheit über
4
1
3
3
Hallo leute! Ich nehme jetzt seit 2monaten Lyrica und seit 2wochen 100mg. Mir geht es besser doch noch nicht gut. Ich möchte die Dosis gerne erhöhen doch habe ich bedenken das ich dann wieder die ersten 2-3wochen nebenwirkungen bekomme. Jetzt meine frage wenn man hoch dosiert bekommt man dann wieder nebenwirkungen oder habe ich das hinter mir? Ich möchte gerne auf 150mg. ... Lesen Sie mehrDanke im Vorraus.
17.06.2015
Frau, 34
Allgemeine Zufriedenheit 3

Lyrica (Pregabalin)
Bandscheibenvorfall

Zufriedenheit über
5
3
3
5
Pregabalin Nach einer Bandscheibenoperation in der Lendenwirbelsäule L5/S1 hatte ich vier Tage später Brennschmerzen in den Beinen und Füßen. Vermutlich zerstörte Nerven. Im Krankenhaus bekam ich noch Lyrica. Die Brennschmerzen waren damit jetzt auszuhalten. Doch meine Beine fühlten sich damit stumpf, irgendwie taub an. Diese Nebenwirkungen traten auf: Sofort-Ko... Lesen Sie mehrnzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gleichgültigkeit, innere Ruhe, Schnarchen, Regelschmerzen, Gangunsicherheit, verschwommenes Sehen .....geschlafen habe ich gut, keine Träume mehr. Später nach Einnahme von ca. 9 Monaten ein unangenehmer einmaliger Herzschlag, zeitgleich mit Schmerz in der Brust/ Luftröhre/ Speiseröhre, sowie Schluckschmerzen. Erst Verdacht auf Herzinfarkt, war aber wohl keiner. Die Schluckschmerzen bestehen immer noch. Vielleicht eine Nebenwirkung davon, muss aber nicht. Kann auch ein neuer BSV im HWS sein,.....Bilder erklären hoffentlich dies nach dem Mrt.
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