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Das unabhängige Forum zum Austausch von Erfahrungen mit Medikamenten

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Krankheit

Posttraumatische Belastungsstörung


 

Vergleichen Sie die Erfahrungen mit Medikamenten für posttraumatische Belastungsstörung

Name Anzahl Erfahrungen Wirksamkeit Allgemeine Zufriedenheit
Escitalopram 2 5
4,5
Venlafaxin 1 3
1
Sertralin 1 5
4
Seroquel 1 4
5
Dipiperon 1 4
5

Die neuesten Erfahrungsberichte über den Medikamentengebrauch bei: posttraumatische Belastungsstörung


12.01.2017
Frau, 24
Allgemeine Zufriedenheit 1

Venlafaxin (Venlafaxin)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
3
1
1
3
Der absolute Horror. 10 Jahre lang hatte ich seit meiner Pubertät Fluoxetin genommen, was dann leider nicht mehr gegen die Depressionen der kPTBS geholfen hat, so wurde mir vor zwei Jahren dann Venlafaxin verschrieben, welches ich trotz anfänglicher Bedenken dann regelmäßig einnahm. Anfangsnebenwirkungen waren, soweit ich das erinnere, spürbar, aber nicht heftig. Sagen wir... Lesen Sie mehr es so: Das Medikament hielt mich vielleicht (?) stabil. In Krisen hat es trotzdem nicht geholfen und wurde deswegen zuletzt auf 225mg erhöht. Da bestand schon seit mindestens ein, zwei Monaten eine sehr ausgeprägte, dauerhafte Tachykardie, die Ohnmachtsanfälle, Infektanfälligkeit, Müdigkeit und extrem verminderten körperlichen Antrieb zur Folge hatte. Ich wurde bei Ärzten und im Krankenhaus auf den Kopf gestellt. Eine Ursache für eine Derart ausgeprägte Tachykardie konnte im Venlafaxin nicht gesehen werden. Hielt auch ich ehrlich gesagt für unwahrscheinlich, ich tippte auf die Psyche, weil ich zu der Zeit auch extremen Liebeskummer hatte, dass es mir buchstäblich "das Herz zerriss". Ursache ungeklärt, Betablocker und Ähnliches konnte ich nicht nehmen (aus anderen gesundheitlichen Gründen- Asthma, niedriger Blutdruck etc.), es blieb ein Off Label Medikament zur Wahl, um mich wieder arbeits- und alltagsfähig fähig zu machen. Dafür musste aber das Venlafaxin abgesetzt werden, wegen möglicher schwerwiegender und lebensbedrohlicher Wechselwirkungen. Und so entschloss ich mich zum Absetzen. Erst langsam, im Vierwochenschritt. Bei 75mg angekommen folgte zu Weihnachten ein halbherziger Suizidversuch (eher der Einsamkeit geschuldet, als dem Absetzen, denke ich) mit Benzodiazepinen. Aus diesem Grund wurde ein wenig länger pausiert. Dann habe ich mein Rezept für die neue und letzte 37,5er Stufe nicht abgeholt. Wollte aber im Zeitlan bleiben und habe eben gleich komplett abgesetzt (nach gelesenen Erfahrungsberichten sind sich beide Stufen im Absetzen ziemlich ähnlich, 75mg auf einmal sind auf die große Menge betrachtet nicht viel schlimmer als 37,5, was man eben so vor sich hinliest...) Und. Ich. Starb. Ich habe vor Jahren mal einen Heroinentzug eines Bekannten miterlebt, bzw. ausführlich geschildert bekommen- der war etwa vergleichbar. Die ersten zwei Tage noch ein bisschen Benommenheit, Brainzaps, leichte, minimale Übelkeit. Es folgte der dritte Tag mit schwallartigem Erbrechen, andauernder, kaum auszuhaltender Übelkeit, Brainzapexplosionen mit dem Gefühl, es zerreiße mir Herz, Hirn und Rückenmark, Durchfall im 10-Minutentakt, Heulkrämpfen, Schüttelfrost und wechselnder erhöhter Temperatur bis zu starker Unterkühlung, krasse Missempfindungen der Haut (Bettdecke plötzlich kochend heiß, "Ameisen", extremer Juckreiz, vor allem nachts und abends), Schwitzen in Bächen, unangenehmer Körpergeruch (ich würde sagen "typischer Entgiftungsgestank"), übertriebene Geruchswahrnehmung, Reizbarkeit, Panikattacken, bishin zu Todespanik, farblose Umgebung, Geräusch- und Bewegungshalluzinationen mit wieder anschließender Panik (ich war vorher kein Angstpatient). Heute bin ich am 8. Tag....was soll ich sagen...andere wären spätestens am 3. Tag im Krankenhaus gewesen. Ich habe mit einem befreundeten Neurologen Rücksprache gehalten und mich dafür entschieden, das alleine durchzuziehen. Nicht zu empfehlen. Heute trat das erste Mal wirklich spürbare Besserung ein. Bis auf den anhaltenden Schüttelfrost (Gewichtsabnahme der letzten Tage: 6einhalb Kilo!!!!, Rückenmuskeln wie Hulk), lindert sich fast alles seeeeehr langsam, aber spürbar und auch von außen wahrnehmbar. Kann wieder denken und mich halbwegs mitteilen. Aggressionen sind schwallartig an der Tagesordnung, gleichzeitig aber auch hypomanische Phasen, in denen ich völlig losgelöst Freunde mit totalem Psychokram zutexte und mich vor Lachen dabei fast bep... chrm. Ein bisschen sehr entgleist, Gefühle des kompletten Kontrollverlustes über Minuten. Heute dann Probleme beim Wasserlassen, immer wieder aufs Klo müssen, es kommen nur "Kleinstmengen", aber "geschossen!". Babygläschen bleiben seit 3 Tagen drin, das ist gut. Salzstangen und Cola (die magenaggressive Cola ist tatsächlich das einzige, was drin bleibt- Wasser kommt sofort oben und unten wieder raus) erhalten mich am Leben. Nie wieder Venlafaxin. Um keinen Preis. Ich entgifte nun völlig. Ganz nebenbei der positive Effekt des Entzuges: plötzlich rauchfrei. Vorhin die letzte Zigarettenschachtel verschenkt. War quasi ein Spaziergang, hab ich gar nicht gemerkt, trotz 10 Jahren rauchen und mehreren gescheiterten Versuchen, aufzuhören. Und das tollste: Herzfrequenz bei 72!!!!! Es lag also doch am Venlafaxin, obwohl mein Psychiater bei 75 mg sagte, dass es nicht am V. liegen könne, weil ab 75 mg dann nur noch das Serotonin Ausschlaggebend ist, nicht mehr das Noradrenalin. AD sind meiner Meinung nach Teufelszeug, niemand weiß so richtig, wie sie wirken. Ich werde trotzdem wieder auf mein altbewährtes Fluoxetin umsteigen und mir erneut eine Psychotherapie suchen. Aufgeben ist nicht. Auf ein lebbares Leben. Das wünsche ich hier jeder/m.
29.02.2016
Frau, 19
Allgemeine Zufriedenheit 5

Dipiperon (Pipamperon)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
4
3
4
4
Dieses Medikament hat mir Lebensqualität gegeben. Ich fühle mich nicht mehr femd von mir oder meiner Umwelt. Meine Sicht des Lebens hat sich normalisiert und meine Angstzustände sind verschwunden. Auch meine Zwänge haben sich verbessert. Kein Wundermittel aber mit viel Geduld wurde bei mir alles gut.
23.02.2016
Frau, 18
Allgemeine Zufriedenheit 4

Sertralin (Sertralin)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
5
4
5
5
Ich nehme das Medikament seit ca 3 Monaten und bin sehr zufrieden damit. Ich vertrage das Medikament deutlich besser als andere. Selbst häufige Nebenwirkungen treten bei mir kaum bis gar nicht auf (wenn dann nur sehr kurzzeitig, z.b. Schwindel oder Übelkeit). Die antriebssteigernde und stimmungsaufhellende Wirkung prägt sich sehr stark und positiv aus. Ich habe Spaß daran ... Lesen Sie mehrproduktive Dinge anzugehen die mich weiter bringen. Was mir jedoch aufgefallen ist: Verstopfung, stechen im Herz, gelegentlich realistische Albträume, Bein- und Fußschmerzen morgens nach dem aufstehen, kurzzeitige Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.
13.05.2015
Frau, 49
Allgemeine Zufriedenheit 4

Escitalopram (Escitalopram)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
5
2
2
5
Mir hat Ecitalopram (10 mg/Tag) sehr geholfen. Ich leide unter einer chronischen Posttraumatischen Belastungsstörung. Nach einem Zusammenbruch (viel gearbeitet und nach einer über längere Zeit gehenden Mobbingsituation), hatte mir mein Hausarzt dazu geraten. Die ersten Tage war ich TODMÜDE! Nachdem ich (nach Absprache mit meinem Arzt) die Dosierung nach ein paar Tagen auf ... Lesen Sie mehreine halbe Tbl/Tag (= 5mg) zunächst runtergesetzt hatte und dann nach drei Wochen auf 1 Tbl/Tag wieder hochgesetzt habe, war diese Nebenwirkung vorbei (=Einschleichen). Ich musste die Tablette immer morgens zu einer ähnlichen Zeit einnehmen. Ansonsten hatte ich doch wieder Stimmungsschwankungen. Auch das Stimmungstief kurz vor der Periode ist weniger schlimm. Trotzdem setze ich das Medikament jetzt nach 7 Monaten langsam (über drei Wochen) ab: Ich konnte unter diesem Medikament nicht mehr weinen und wußte auch nicht mehr so richtig "wie es mir geht". Da ich dazu neige, z.b. viel zu viel zu arbeiten, war das nicht so günstig. Ich konnte nicht mehr richtig spüren, wann es einfach "genug" ist.
10.04.2015
Frau, 41
Allgemeine Zufriedenheit 5

Escitalopram (Escitalopram)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
5
3
4
5
Ich leide seit zehn Jahren unter Komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung mit immer wiederkehrenden (eher schweren) depressiven Episoden, Schlaflosigkeit und Panikattacken. Zwei Jahre lang nahm ich keine Medikamente und wandte mich nun - nach erneuter Rückkehr schwerer Depressionen - an meine Ärztin, die mir vor acht Monaten das erste Mal Escitalopram (10 mg/tägl.) ve... Lesen Sie mehrrschrieb. Rückblickend das beste mir bisher verschriebene Antidepressivum, das mir im Alltag enorm dabei hilft, mit den Symptomen meiner Erkrankung halbwegs gut "leben" zu können. Mir gefielen zwei Dinge an Escitalopram besonders gut. Es wirkte wesentlich schneller als alle zuvor eingenommenen Antidepressiva, da ich den Beginn der stimmungsaufhellenden Wirkung bereits nach etwa zwei Wochen feststellte (für mich bemerkenswert, da ich dies noch nie zuvor bei einem Antidepressivum erlebt habe, zeitnah zu wirken). Dies hat mir besonders in meinem extrem stressigen Berufsalltag geholfen, da ich eher keine (von mir erwartete) Müdigkeit in der Starterphase bemerkte. Nach einigen Wochen bereits fühlte ich mich wie "ausgewechselt" und wie ein anderer Mensch. Ohne diesem Medikament eine "Wunderwirkung" implizieren zu wollen, kann ich ehrlich keine andere Feststellung treffen, als dass mir Escitalopramm extrem geholfen hat. Mir geht es definitiv besser mit diesem Medikament. Einzig negativ empfinde ich die leider immer noch anhaltende häufig auftretende Übelkeit. Leider hat sich diese Nebenwirkung auch nach nun acht Monaten nicht wirklich gebessert. Über dieses Problem möche ich noch mit meiner Ärztin sprechen. Allerdings hilft mir Escitalopram so sehr, dass ich scheue, es aufgrund der einzigen, bei mir aufgetretenen Nebenwirkung 'Übelkeit' abzusetzen. Durch die mit der medikamentösen Wirkung einhergehenden reduzierten Ängste und Sorgen, kann ich zumindest häufiger besser einschlafen als vorher. Tagsüber fühle ich mich aktiver und antriebsstärker als noch vor der Einnahme. Zusammengefasst und subjektiv nach meinem Empfinden beurteilt, das bisher wirkungsvollste Antidepressivum, mit dem ich behandelt wurde/werde. Ich stelle zudem fest, dass man sich an eine regelmäßige Einnahme zur gleichen Uhrzeit gewöhnen sollte, denn Wechsel von z.B. mogens 1 x; am nächsten Tag abends 1 x führten bei mir recht schnell zu merkbaren Stimmungsschwankungen. Ich schätze, dass besonders "biochemisch" sensible Menschen auf eine disziplinierte Einnahme achten sollten, um den Erfolg der medikamentösen Therapie zu unterstützen.
08.04.2015
Frau, 26
Allgemeine Zufriedenheit 5

Seroquel (Quetiapin)
Posttraumatische Belastungsstörung

Zufriedenheit über
4
3
4
5
Ich habe Seroquel von meinem Psychiater verschrieben bekommen als Bedarfsmedikation zum Schlafen. Vorher hatte ich Zopiclon, welches aber stark abhängig macht und somit haben wir auf Seroquel umgestellt. Bei Bedarf nehme ich dann 50mg. Zu den Nebenwirkungen: Ja es macht Appetit, aber da ich mich dann auf Obst anstelle von Chips und Schokolade stürze habe ich keine Sorg... Lesen Sie mehre um mein Gewicht. Es hat einen gewissen Hangovereffekt (Müdigkeit, schwere Zunge, niedriger Blutdruck) am nächsten Morgen, der sich aber mit einer frühzeitigen Einnahme auch Regeln lässt. Zur Wirkung: Ich bin am nächsten Tag deutlich angst- und sorgenfreier als wenn ich das Medikament nicht eingenommen habe, fühle mich euphorischer und augeglichener. Daher nehme ich es gerne ein, wenn mir am nächsten Tag etwas ängstigendes oder anspannendes bevorsteht. Es wurde damals angesetzt als ein Trauma hochkam und hat mir die Verarbeitung dessen sehr ehrleichtert. Es hat mir geholfen mich von quälenden Gedanken zu lösen und ich konnte ohne Alpträume durchschlafen. Andere Stimmungssteigernde Schlafmedikamente hatten immer einen emotionalen Hangovereffekt, den habe ich bei Seroquel nicht gehabt. Ich habe mit der Mischung Seroquel/ Antidepressiva sehr schlechte Erfahrungen gemacht, kann nur davon abraten. Inzwischen nehme ich ein Neuroleptikum das auch bei Depressionen angewandt wird und das verträgt sich zusammen sehr gut. Bei niedrigem Blutdruck würde ich auch von der Einnahme abraten, aber das steht ja auch im Beipackzettel.


Krankheiten mit den meisten Erfahrungsberichten

Depressionen (365)
Angst / Panik (233)
Empfängnisverhütung (207)
Bluthochdruck (176)
Depression (139)
Cholesterin (137)
Diabetes Type 2 (128)
Blasenentzündung (110)
Asthma (107)
Rauchen (96)
Schlaflosigkeit (93)
Migräne (91)
Bandscheibenvorfall (91)
Allergie (84)
Angst (81)
Epilepsie (68)
Sodbrennen (68)
Herzrhythmusstörungen (66)
Rheuma (64)
Nervenschmerzen (61)